14.03.2026
Gesundheitsdaten auswerten bedeutet mehr, als nur einzelne Zahlen zu betrachten. Oft entstehen die wirklich interessanten Erkenntnisse erst dann, wenn zwei Werte miteinander in Beziehung gesetzt werden.
Mit einer neuen Funktion in KIWI HEALTH kannst du nun einen weiteren Gesundheitswert direkt im Diagramm einblenden – und deine Gesundheitsdaten noch gezielter analysieren.
Gesundheitsdaten vergleichen: Was zunächst wie eine kleine Erweiterung wirkt, eröffnet in der Praxis ganz neue Möglichkeiten.

Warum ein einzelner Wert häufig nicht ausreicht
Vielleicht kennst du das:
Du betrachtest deinen Ruhepuls und stellst fest, dass er in bestimmten Wochen erhöht war.
Oder dein Gewicht verändert sich über mehrere Monate hinweg.
Aber was war die Ursache?
War es weniger Schlaf?
Mehr Trainingsbelastung?
Ein veränderter Kalorienverbrauch?
Gesundheitsdaten entfalten ihren eigentlichen Wert erst dann, wenn Zusammenhänge sichtbar werden. Genau hier setzt die neue Vergleichsfunktion an.
Zwei Gesundheitswerte in einem Diagramm anzeigen
Mit dem neuesten Update von KIWI HEALTH kannst du bei der Auswertung deiner Gesundheitsdaten einen frei wählbaren zweiten Wert zusätzlich im Diagramm anzeigen lassen (was Diagramme in KIWI HEALTH noch alles leisten können, erfährst du im Beitrag Die Kraft der Diagramme…).
Die Auswahl erfolgt ganz einfach über ein Drop-Down-Menü. Der gewählte Gesundheitswert wird unmittelbar ergänzt – ohne dass bestehende Einstellungen verloren gehen.
Dabei gilt:
- Beide Werte werden auf derselben Zeitachse angezeigt.
- Jeder Wert erhält eine eigene Y-Achse.
- Jeder Wert behält seinen definierten Serien-Typ (z. B. Linie, Punkte oder Balken).
- Die gewählte Zeitaggregation gilt für beide Werte gleichermaßen.
Das bedeutet zum Beispiel:
Wenn dein Körpergewicht als Linie dargestellt wird und deine Schritte als Balken, bleiben diese Darstellungsformen erhalten – auch wenn beide Werte gleichzeitig angezeigt werden.
Flexible Zeitaggregation – vom Rohwert bis zum Jahresvergleich
Wie gewohnt kannst du zwischen verschiedenen Zeit-Gruppierungen wechseln:
- Datum/Uhrzeit
- Tag
- Kalenderwoche
- Monat
- Quartal
- Jahr
Die gewählte Aggregation wird auf beide Gesundheitswerte angewendet. So lassen sich Trends im Detail (z. B. auf Stundenbasis) ebenso untersuchen wie langfristige Entwicklungen über mehrere Jahre.
Auch bei großen Datenmengen – etwa bei kontinuierlich aufgezeichneten Herzfrequenzwerten – bleibt die Darstellung performant und reaktionsschnell. Bei der Entwicklung wurde bewusst darauf geachtet, dass die Analyse auch bei umfangreichen Datensätzen flüssig funktioniert.
Methodisch sauber: Zwei Y-Achsen
Ein wichtiger Aspekt bei der Analyse mehrerer Gesundheitswerte ist die Skalierung.
Gewicht wird in Kilogramm gemessen, Schritte in Stückzahlen, Herzfrequenz in Schlägen pro Minute. Würde man beide Werte auf eine gemeinsame Skala zwingen, entstünden schnell visuelle Verzerrungen.
Deshalb erhält jeder Gesundheitswert im Diagramm seine eigene Y-Achse. Somit sind die Größenordnungen korrekt und die Darstellung bleibt aussagekräftig.
Diese saubere Trennung sorgt dafür, dass du deine Gesundheitsdaten wirklich analysieren kannst – statt sie nur nebeneinander zu sehen.
Praktische Beispiele für die Gesundheitsanalyse
Mit der neuen Funktion lassen sich viele Fragestellungen untersuchen, zum Beispiel:
Entwickeln sich Gewicht und Kalorienverbrauch parallel?
Verändert sich dein Ruhepuls in Phasen mit geringer Schlafdauer?
Gibt es eine Beziehung zwischen HRV und Trainingsintensität?
Steigen deine aktiven Minuten mit zunehmender Schrittzahl?
Zeigen Blutzuckerwerte Auffälligkeiten im Zusammenhang mit bestimmten Ernährungsgewohnheiten?
Solche Vergleiche helfen dir dabei, Muster zu erkennen und Hypothesen zu überprüfen.
Vielleicht stellst du fest, dass eine Gewichtsveränderung zeitlich verzögert auf einen veränderten Kalorienverbrauch reagiert. Oder dass dein Ruhepuls nach intensiven Trainingswochen messbar ansteigt.
Erst durch die visuelle Gegenüberstellung werden solche Zusammenhänge klar erkennbar.
Vollständige Übernahme in den PDF-Bericht
Ein weiterer Vorteil:
Der PDF-Bericht zeigt das Diagramm exakt so an, wie es am Bildschirm dargestellt wird.
Das betrifft:
- Anmerkungen zu Datenpunkten
- Beschriftungen
- Zoom-Stufe
- Scroll-Position
- beide Y-Achsen
- gewählte Zeitaggregation

So kannst du deine Analyse dokumentieren, archivieren oder weitergeben – ohne dass sich die Darstellung verändert. Gerade wenn du deine Gesundheitsdaten langfristig auswertest oder mit medizinischem Fachpersonal besprechen möchtest, ist diese Reproduzierbarkeit ein entscheidender Vorteil.
Von der Anzeige zur Analyse
Mit dieser Erweiterung geht KIWI HEALTH einen weiteren Schritt in Richtung strukturierte Gesundheitsanalyse. Statt einzelne Werte isoliert zu betrachten, kannst du nun gezielt Gesundheitswerte vergleichen, Korrelationen sichtbar machen und Entwicklungen besser verstehen.
Die Kombination aus frei wählbarer Zeitaggregation, unabhängigen Y-Achsen, unterschiedlichen Serien-Typen, performanter Darstellung und vollständigem PDF-Export macht aus einem Diagramm ein echtes Analysewerkzeug.
Fazit
Gesundheitsdaten zu sammeln ist heute einfacher denn je – sei es über Apple Health oder Google Health Connect.
Doch der eigentliche Mehrwert entsteht erst durch die gezielte Auswertung. Erst wenn du Werte miteinander vergleichst, werden Muster sichtbar und Entwicklungen nachvollziehbar.
Mit der neuen Vergleichsfunktion in KIWI HEALTH kannst du zwei Gesundheitswerte in einem Diagramm analysieren und ihre zeitliche Entwicklung direkt gegenüberstellen. So erhältst du ein klareres Bild deiner persönlichen Zusammenhänge – und kannst Veränderungen bewusster einordnen.
Denn am Ende geht es nicht um einzelne Zahlen.
Es geht darum, deine Gesundheit besser zu verstehen – Schritt für Schritt und auf Basis deiner eigenen Daten.
Wenn du diese neue Möglichkeit selbst ausprobieren möchtest, kannst du KIWI HEALTH in der kostenlosen Demoversion testen und deine eigenen Gesundheitswerte direkt miteinander vergleichen.
